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Tiere in der Erft

Viele Tiere leben in der Erft. Im Unterlauf gibt es zum Beispiel 30 verschiedene Fischarten. Am häufigsten ist der Döbel, der extrem anpassungsfähig ist. Er kommt mit fast jeder Wasserqualität und Struktur zurecht. Die Erftforscher* schauen sich aber besonders die ganz kleinen Tiere in der Erft an. Denn auch die verraten uns etwas über die Wasserqualität.

Makrozoobenthos (MZB)

In allen Flüssen gibt es eine Gemeinschaft kleinster Lebewesen: das Makrozoobenthos. Das sind Tiere, die du gerade noch mit dem bloßen Auge sehen kannst. Dazu gehören Insekten, Krebstiere, Würmer, Muscheln und Schnecken. Sie leben am Gewässergrund oder auf Oberflächen wie Steinen oder Totholz.
Diese winzigen Tierchen haben ganz bestimmte Vorlieben: Manche von ihnen mögen nur sauberes Wasser. Andere kommen eher in verschmutzten Gewässern vor. Wenn du also die Tiere des MZB in der Erft bestimmst und zählst, findest du heraus, wie sauber ihr Wasser ist.

 

Drei wichtige Ordnungen des Makrozoobenthos in der Erft

  • Eintagsfliegen (Ephemeroptera)
    Eintagsfliegen sind Insekten. Ihre Larven erkennst du an ihren drei Schwanzfäden und den blatt- oder büschelförmigen Kiemen am Hinterleib. Sie kommen überwiegend in Fließgewässern vor. Es gibt etwa 100 Arten in Mitteleuropa. Die meisten Arten bevorzugen saubere bis mäßig verschmutzte Gewässer.
  • Köcherfliegen (Trichoptera)
    Viele  Arten  bauen  aus  Sand,  Holz  oder  Blättern  einen Köcher. Er sieht aus wie eine Röhre oder ein Trichter. Darin suchen sie Schutz. Es gibt auch Arten ohne Köcher! Die meisten benötigen saubere Gewässer.
  • Krebstiere (Crustacea)
    In  der  Erft  kommen  vor  allem  die  Wasserasseln  und  Bachflohkrebse  vor. Beide Gattungen leben ihr ganzes Leben im Wasser. Du erkennst sie gut an den sieben Beinpaaren. Die Wasserassel ähnelt der Kellerassel. Der Flohkrebs ist seitlich abgeflacht. Die Wasserassel ist Hinweis auf verschmutzte Gewässer.

Mach mit!

Du möchtest gerne die Wasserqualität der Erft untersuchen? Wir rüsten dich als Erft.Forscher* mit Forschungsmaterial aus: Bestimmungsbogen, Binokular, Weißschale und Kescher. Gemeinsam nehmen wir Proben von „Substrat“ (Wurzeln, Steine, Schlamm) aus der Erft. Dann bestimmen und zählen wir die MZB darin. Das Programm kann für Gruppen und Schulklassen gebucht werden.

 

Die Erft.Forscher Programme

Die Events und offenen Termin sind für Familien, Gruppen und Einzelpersonen gedacht. Dabei beobachten die Erft.Forscher* zum Beispiel Fledermäuse, Vögel oder Wassertiere. Immer sind Expertinnen und Experten für das Thema der Veranstaltung dabei. Einige Veranstaltungen führen wir mit Partnern wie dem Naturschutzbund Deutschland (NABU). Regelmäßige Infos zu den Veranstaltungen liefert auch unser Newsletter.

Aktuelle Veranstaltungen

Als Kooperationspartner*in kannst du mit uns für deine Schule, deinen Verein oder Einrichtung einen eigenen „Forschungsfahrplan“ erstellen. So seid ihr regelmäßig bei Aktionstagen und Programmen dabei. Ihr erfahrt Natur, erlebt Abenteuer und lernt aktiv - zu Themen aus Natur- und Kulturwissenschaft.
Schulen oder andere Einrichtungen, die Kooperationspartner sind, profitieren darüber hinaus von unseren vielfältigen Fördermöglichkeiten, z.B. für die Anreise mit dem Bus oder ÖPNV.
Interessiert? Dann kontaktiere einfach unser Projektteam!
 

Kontakt

Zählbogen MZB

  • In unseren Programmen kommt der Makrozoobenthos Zählbogen zum Einsatz. Hier kannst Du schon einmal einen Blick darauf werfen, welche Tiere Du mit etwas Glück sehen kannst. Aber bitte beachten! Immer nur in Begleitung unserer Expert*innen verwenden.